Das Wort der Woche vom 03. - 09.02.2012

Kennzeichen `L´
In der noch jungen Gemeinde Korinth war dicke Luft. Christen unterschiedlicher Prägung waren aneinander geraten, weil die einen sich sehr streng an die Gebote und Regeln hielten und die anderen fast gar nicht. Was die einen als Freiheit betrachteten, war für die anderen Verrat am Wort Gottes. Geboten. Wie sollte man sich in diesem Konfliktfall verhalten?
Sie fragten den Apostel Paulus um Rat und der antwortete ihnen sehr ausführlich, u.a. gab er ihnen jenes Wort mit auf den Weg, das als Monatsspruch über dem Februar steht:
Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.
Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.
Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
1.Kor.10,23f.
Freiheit ist nie grenzenlos, sondern sie hört dort auf, wo sie den Nächsten einschränkt, verletzt oder ihm schadet. Die Liebe Jesu kannte keine Grenzen, weder religiöse, noch kulturelle noch nationale. Sie hört weder in der Ehe auf, noch am Arbeitsplatz und erst recht nicht beim Verteilen des Erbes. Jesus liebt alle Menschen, sogar seine Feinde. Er vergab ihnen, auch wenn sie nicht wussten, was sie taten, und segnete sie.
Und eben diese Liebe sollen Christen untereinander praktizieren. So hat es Jesus beim Abendmahl, am Tag vor seiner Kreuzigung, gesagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh.13,34f.)
Kennzeichen L(iebe) – das sollte für Christen der Normalfall sein!
…meint Ihr Pfarrer Andreas Bihl



